ErsteHilfeImChaos
Erste Hilfe im Chaos Schwiegermutter, Heizungsableser und andere Katastrophen
Oft kommen wir Messies in Zugzwang. Der Heizungsableser hat sich angekündigt, ein Besuch der Schwiegermutter oder anderer Gäste steht an, oder ... im besten Fall willst Du selbst Dein Chaos anpacken.
Im Normalfall heißen die Sprüche, die Du verinnerlichen solltest:
Rom wurde nicht an einem Tag erbaut Wir laufen Marathon, nicht Sprint
Wo und wie beginne ich?
Bewährt hat bei vielen von uns mit dem Eingangsbereich anzufangen. Dort erstmal alles herumliegende vom Boden einzusammeln. Konzentriere Dich auf das offensichtliche für den Anfang.
Schaffe möglichst viel sofort aus dem Haus. (Altpapier, Altglas, usw.)
Wo und wie mache ich weiter
Beginne jeden Tag mit Beweise Beseitigen, bei uns kurz BB genannt. Damit ist gemeint, dass bereits aufgeräumte Ecken wieder aufgeräumt werden, wenn es nötig ist. Oder auch, dass Du Deinen Teller nach dem Essen in die Küche bringst. Nichts soll darauf hindeuten, dass Du gerade gegessen hast. Oder dass Du am Morgen Dein Bett machst.
Was brauche ich?
Für viele von uns sind Klappkisten eine sehr hilfreiche Erfindung. Sie lassen sich gut stapeln, sehen optisch auch noch halbwegs ansprechend aus und können auch später - wenn Du Dein Chaos beseitigt hast - gut weiter verwendet werden.
Außerdem genügend Müllsäcke. Diese lassen sich auch als vorrübergehende Aufbewahrung für schmutzige Wäsche gut verwenden und können später dem eigentlichen Zweck dienen.
Hilfreiche Infos aus dem Forum
Warte nicht, bis zu "dem geeigneten Zeitpunkt", um mit dem Aufräumen anzufangen. Räum weg, was du benutzt hast. Mach sauber, was du dreckig gemacht hast. Schließe wieder, was du geöffnet hast. Hebe auf, was du fallen gelassen hast.Und das SOFORTund immer.Damit kannst du ab jetzt anfangen, es wird mit der Zeit schon automatisch erfolgen.
(Schmutzige) Wäsche, Geschirr und offensichtlicher Müll haben meiner Meinung nach die höchste Aufräum-Priorität und wenn sie weg sind einen verblüffenden Ordnungseffekt. Diese kann kann man als erstes in je einem Durchgang bearbeiten. also Geschirr einweichen, Wäsche sortieren und sofort die erste Waschmaschinenfüllung starten, ein durchgang mit Müllsack und diesen nach Befüllung sofort aus der wohnung schaffen.
Beim Aufräumen sollte man, wie schon empfohlen, sich von unten her "hocharbeiten", also erst den Fußboden freibekommen, nächste Ebene könnten die Sitzgelegenheiten, Arbeitsflächen, Tische und Regale in Hüfthöhe sein. Danach halt immer weiter nach oben gehen.
Mein Motto ist, die einzelnen Gegenstände möglichst wenig in die Hand zu nehmen. Das heißt nichts zwischenlagern. Müll sofort aus der wohnung schaffen, Dinge im Zimmer gleich an den richtigen Platz stellen, für andere Zimmer in einem Behälter sammeln und erst am ende der aufräumzeit dorthin bringen, zum Weggeben ebenfalls in einem Behälter sammeln und sich einen Termin setzten, bis wann es weggeben wird
(von Hannah)
Hilfreiche Infos aus dem WWW
Kampf dem Chaos: drei Prinzipien für mehr Ordnung
Da ich nicht davon ausgehe, dass Du Ihr gerade heute Dein Messietum "gestehen" möchtest , hier mein Plan bei Alarmstufe Mega-Rot:
falls die Spüle vollsteht, alles in eine große Schüssel/Klappkiste und ab in den Schrank/Schlafzimmer/Keller damit! Ich weiss ja nicht, in welche Zimmer Deine Schwiemu schauen darf. Danach Spüle wienern - fertig!
Dann alles was im Wohnzimmer herumfliegt in eine oder auch mehrere Klappkisten stopfen. Gar nicht drauf gucken, sonst verzettelst Du dich! Stumpf hinein damit und dann ab ins Schlafzimmer und eine Decke drüberwerfen (falls SIE doch mal hineinschaut!).
Weiter: überall schnell durchsaugen (auch Küche und Badezimmer), und noch eventuell dreckige Stellen einzeln mit einem Schwammtuch entfernen (geht bei mir schneller, als wenn ich erst groß anfange zu wischen). Danach husch husch staubwischen.
Im Badezimmer noch schnell das Handwaschbecken durchputzen. In meiner Wohnung wäre ich jetzt fertig und würde vielleicht sicherheitshalber noch das Schlafzimmer abschließen .
Wichtig ist, sich nicht mit Kleinigkeiten aufzuhalten, sondern zügig durchzuarbeiten. Hoffe, Du hast einen netten Vormittag mit Deiner Schwiemu!
Liebe Grüße von
Anja
Wenn der Druck zu hoch wird , versuch´s hiermit : Mount-Vesuv-Methode
Auf den "Hilfeschrei" : Brauche Plan oder Ratschläge ! im Forum , wurde dies als Antwort gepostet :
Re: Brauche Plan ...
Nach meiner Meinung ein wichtiger , weil hilfreicher Text .
Liebe ExtremMessies? mit Gammelmüll in den Räumen,
Ich stelle mir vor,
was für ein Gefühl der Befreiung es sein kann und wird,
mit Gummihandhandschuhen und Müllsack ausgestattet,
durch die befallenen Räume zu gehen und
zunächst nur den stinkigen, ekligen, vielleicht sogar schon lebendigen Gammelmüll zu entfernen, Kippen und Kühlschrankleichen inklusive.
...Obwohl der KS eine Aktion für sich sein wird...
Wenn man/frau sich strikt auf nur eine Kategorie Müll beschränkt,
also den Tunnelblick produktiv, weil selektiv einsetzt,
geht das Einsammeln eher schnell:
Denn man/frau geht auf die Jagd nach...(s.u.)
Den/die gefüllten Müllbehälter nach der Aktion
sofort aus der Wohnung/dem Hause schaffen
und "entsorgen".
Durchlüften und befreit aufatmen,
egal, wieviel anderes Zeug da noch aufgehäuft ist,
denn: der gröbste und gesundheitsgefährdende Dreck ist fort.
Unerwünschten kleinen Mitbewohnern wird die Lebensgrundlage entzogen.
Der nächste Schritt, vermutlich nicht am selben Tag, wäre bei mir:
alle leeren Verpackungen einsammeln:
1. alle Plastikverpackungen (Chipstüten, Plastikflaschen & Co) in einem "Gelben Sack" einsammeln
und den raus aus der Wohnung bringen
2. alle leeren Verpackungen aus Papier in Altpapierkartons oder die großen Papiereinkaufstüten stecken
Raus aus der Wohnung mit den Ladungen,
und abtransportieren oder ggf. lagern, bis die städt. Papierabfuhr kommt.
3.- die geleerten Glasflaschen und Schraubgläser in stabilen Kartons oder Klappkisten einsammeln
- Pfandflaschen von anderem Glas trennen
- raus aus der Wohnung, meist wohl ins Auto, und gleich wegbringen!
- Pfandflaschen beim nächsten Einkauf zu Geld machen.
und immer so weiter:
das zuerst, was am meisten stört oder wodurch man den meisten Platz zurückgewinnt.
Auch bei mir hat die Methode "erstmal Gleiches zu Gleichem versammeln",
wie Confusione es so schön bildhaft beschrieben hat,
schneller Grundlagen gelegt, als die 3-Kistenmethode.
Denn die verlangte mir ja sofortige Entscheidungen ab,
und zu denen war ich zeitweise noch nicht oder auch nicht mehr fähig.
Auch ich hab zuerst Grobaktionen durchgeführt,
bei denen der Erfolg sichtbar war.
Da gab es Momente der Freude: Ach HIER war das Ding!
Toll, dass ich es wiedergefunden habe.
Aber es gab auch Zeiten der Bedrückung und vor allem der Beschämung:
nämlich dass ich, die so sparsam erzogen wurde,
von manchen Dingen viel zu viel besaß -
und das nicht nur, weil ich noch benutzbare Dinge so schlecht wegtun kann.
Ich hatte im Laufe der Jahre die Übersicht verloren.
Übrigens:
Das Sortieren nach Gattungen brachte mir nach und nach diesen Überblicke über mein Haben zurück
und erleichterte mir dann die nötige Auswahl:
Behalten, weggeben, wegwerfen.
Bedrückung auch:
Wohin mit dem Zeug, von dem ich mich (noch) nicht trennen kann?!
Wieso ist überhaupt so viel da?
Was ist mit Dir passiert?
Also HINSEHEN:
Dadurch auch Tage der herben und schmerzlichen Erkenntnis von Schwächen:
Du hast (= ich habe) das gekauft, obwohl du es nicht als Objekt brauchtest,
sondern weil es ein Schnäppchen war,
weil du einen Kaufrausch hattest (kam zum Glück nur selten vor),
weil du dem Anreiz nicht widerstehen konntest
weil du dir was Gutes tun wolltest,
(was das Ding emotional dann aber doch nicht leisten konnte),
weil es dir in einer anderen Wohnung so gut gefiel (passt aber bei dir doch nt so gut)
...Es ist immer noch da, obwohl du es nicht trägst, nutzt oder brauchst,
weil es dich an etwas, an jemanden erinnert, von jemandem ist - na, und so fort.
Es tut manchmal weh, die Augen richtig zu öffnen und hinzusehen,
es schmerzt, manche Knoten zu lösen oder gar durchzuhauen.
Es dauert also wirklich lange, das Chaos zu bezwingen,
denn das Chaos sitzt ja oft auch IN uns,
zieht uns auf dem Wege zum Licht in mehr als ein Schwarzes Loch.
Dafür ist die Befreiung und danach die allmähliche Heilung Balsam fürs Gemüt.
Dafür lohnt es sich anzufangen, je nach Seelen- und Körperzustand und Zeit in den Schritten, die du dir zutraust und leisten kannst.
Ein kleiner Schritt ist immer besser als kein Schritt.
In Messieland ist das keine Binsenweisheit, sondern nicht selten die Erkenntnis einer Wahrheit:
Auch mit kleinen Schritten kann ich mein Umfeld verändern.
Ich muss sie nur regelmäßig machen - und immer wieder,
bis ich mir neue Gewohnheiten antrainiert habe.
Und heute fange ich (wieder) an.
Ich gehe meinen Marathon mit der mir eigenen Geschwindigkeit oder Langsamkeit, je nachdem. Ich bleib auch mal stehen. Das ist so.
Wenn ich nicht weiter weiß:
Hier ist ein Forum mit Menschen, an die ich mich, Du Dich wenden kannst.
Nur Mut!
Der Heizungsableser kommt? Was nun?
Dazu hat Rieke in Ihrem AntiHeizungsAbleserStressPlan viel Hilfreiches geschrieben.
2 Stunden-Wohnung-Besucherfein-Notfallplan
Last-Minute-Putz
Wenn die Eltern zu Besuch kommem
- gefunden von Eva [ leider Text nicht mehr auffindbar ]
vielleicht auch hilfreich? 10 Tipps für den Last-Minute-Hausputz (MarLe)
oder dieser Aufräumen (Eva)
Letzte Änderung: 6.1.2008 13:55:59
- Autor: Marnia
- Letzter Autor: Eva
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